Maxie Wander: Guten Morgen, du Schöne

Blick hinter die Kulisse der Frau

Bewertung: 5 von 5.

„Ein Meisterwerk der DDR-Literatur.“

Als ich mich während meines Studiums mit „Guten Morgen, du Schöne“ beschäftigt habe, stellte ich in meinem Umfeld fest, dass zahlreiche Frauen dieses Werk bereits kannten. Sie alle sind in der DDR erwachsen geworden, sie alle haben als junge Frauen dieses Buch gelesen – ja beinah inhaliert. Keiner hat zu dieser Zeit so schonungslos, offen, ehrlich und vor allem subjektiv das Bild der Frau in den Vordergrund gerückt, wie es Maxie Wander getan hat.

Ängste, Sorgen, Träume, die Liebe – unterschiedliche Frauen, unterschiedliche Persönlichkeiten erzählen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen, was sie beschäftigt und worüber sie sich Gedanken machen. Maxie Wander hat sie per Tonband aufgenommen, unverblümt transkribiert und zu ihrem Meisterwerk gemacht. Es gibt bis heute Vermutungen, dass eines der Interviews von ihr selbst stammt. Denn auch sie war eine Frau voller Ängste, Sorgen, Träume und Liebe. Sie hat verstanden, wovon die Frauen sprechen und dafür gesorgt, ihnen eine öffentliche Stimme zu geben – fernab der DDR-Zensur. 

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