Max Oravin: Toni & Toni

Tief ins Innere blicken

Bewertung: 3 von 5.

Seite für Seite vergräbt Max Oravin seine Handlung in inneren Monologen, die in der Zeitachse ein absolutes Chaos verursachen und den Lesenden maximal herausfordern.

Sprachliches Meisterwerk aus deprimierenden Gedanken

Toni und Toni sind ein Paar, dass bei einem Tanzwettkampf versagt und jeder für sich daraufhin in seiner Welt verschwindet. Aus Sicht des Protagonisten werden die Erlebnisse, doch vor allem die eigenen Gedanken und Gefühle in Ketten von sprachlichen Bildern erzählt. Chapeau vor dieser Autorenleistung, die die Worte zeitweise ganz ohne Interpunktionen über mehrere Seiten hinweg zu einem anschaulichen Gebilde aneinanderreihen. Doch leider wird das Potenzial der menschlichen Beziehung von Toni und Toni zueinander nicht ausgeschöpft. Die weibliche Toni ist letztlich nur ein Beiwerk, damit der männliche Toni einen Grund hat, in den Tiefen seiner teils depressiv wirkenden Gedanken zu versinken. 

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