Was für ein grandioses Buch, das den Drang nach spannendem Gaming mit den Gefahren von KI und einer Prise Zwischenmenschlichkeit mischt.
Wenn Einsamkeit zur Sucht wird
Ein Spiel, das durch virtuelle Realität süchtig macht und zwei Protagonisten, die vor allem die Einsamkeit gemeinsam haben, ergeben zusammen ein erstklassiges Kinderbuch, das man selbst als Erwachsener nicht mehr weglegen kann. Ich bin durch die Seiten geflogen, wie durch ein Spiel, das mit jedem Level mehr Spannung aufbaut. „Wo will die Geschichte hin?“, fragte ich mich. Spätestens ab der Hälfte des Buches hatte ich ein paar mehr Vermutungen, die zum Ende hin bestätigt wurden. Was lernen wir aus dem Buch?
1. „Außenseiter“ sind auch Menschen, die es lohnt kennenzulernen.
2. Einsamkeit und das Gefühl, nicht gesehen zu werden, können mit Kindern ganz viel machen und sie mit Dingen in Verbindung bringen, die nicht gesund sind.
3. Durch Herausforderungen können Freundschaften entstehen, von denen man nie geglaubt hätte, dass sie existieren können.
4. Die Gefahren von Gaming und VR sind nicht zu unterschätzen. Wenngleich das Buch hier sehr weit geht.
5. Kinder und Jugendliche müssen sich (unter Anleitung) mit dem Thema KI auseinandersetzen.
FAZIT zum Buch: Anja Reumschüssel hat hier eine erstklassige Geschichte auf Papier gebracht, die genau den Spannungseffekt erzeugt, den viele Kinder und Jugendliche im Gaming suchen. Gleichzeitig verpackt sie Zwischenmenschlichkeit, Suchtgefahren und Eltern-Kind-Beziehungen in so geschickt in der Storyline, dass für jeden kleinen und großen Lesenden spannende Ansätze zum weitreichenden Nachdenken zurückbleiben.
