Wellness für die Katz’

Ja, ich rede mit den Katzen. Jeden Tag. Während mich Erbse wie eine Diva anschweigt, miaut Möhre das ein oder andere Mal fröhlich vor sich hin. Ich habe keinen Plan, was er mir damit sagen möchte. Dennoch fühlt es sich an wie eine kleine Konversation – oder manchmal wohl eher eine Diskussion.
„Nein, du bekommst nicht schon wieder was zu essen!“
„Miiiiiauuuuuu!!!!!“
„Hach, nagut. Aber nur ein klitzekleines Stückchen…“
„Mau, mau.“

So oder so ähnlich verlaufen die Tage in der Corona-Isolation. Und dann kommen jene, die etwas ganz besonderes im schnöden Alltag sind. Wellness wie auf Miau – äh, Maui. Ich habe nämlich herausgefunden, warum Möhre so gern im Badezimmer im Waschbecken oder in der Badewanne kuschelt. Ich dachte immer, dass das doch ziemlich kalt sein müsste. Aber ich habe mich sowas von getäuscht. Durch den Einstrahl der Sonne durch das Dachfenster wärmt sich das Material (keine Ahnung ob Guss, Keramik oder sonstwas) auf. Entsprechend streckt sich der Lümmel auf den schönsten Wärmebänken aus und hat somit sein ganz privates Tepidarium.

Beim Thema Schaumbad ist das Gemüse dann aber doch recht vorsichtig. Ich weiß, dass die meisten Katzen Wasser bzw. davon nass zu werden absolut nicht ausstehen können. Dafür war aber gerade Erbse dann doch recht waghalsig am Wannenrand unterwegs und ließ sich vom tropfenden Wasserhahn hypnotisieren. Insgeheim betete ich innerlich: „Bitte nicht vom Beckenrand springen!“ Nicht weil ich Angst um sie hatte, sondern davor, dass sie mich dann mit ihren Krallen aufschlitzen würde. Der Blick, den sie mir während meiner eigenen, vermeintlichen Entspannungskur zuwarf, sprach Bände.

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